Global Raft 2016 – Thomas Rappaport – Trailer from Kniff on Vimeo.

Landschaft ist Mittel und Ort meiner Kunst, Holz und Wasser mein Material. Das Wasser ist grenzenlos, ein sich wandelnder Kunst-Stoff. Und das Klima ein globaler Kreislauf, selbst ein weltweites Kunstprojekt.
Es hängt alles zusammen. Das will ich sichtbar machen: Land-Art wird Earth-Art.

Filmportrait

Wo liegen die Wurzeln von Thomas Rappaports Kunst? Wie kam es vom Material Holz über Wasser zum Eis? Wie zu den Themen Flößen und Klima? Rappaport erzählt in einem sechsminütigen Film etwas über seine Entwicklung.

Projekte

1999 „Naturperformance zur Sonnenfinsternis“ Gesamtkonzept und Projektmanagement
2000 Baum-Spiel-Raum I (Permanentskulptur) Eine 300-jährige Eiche wird (nicht) gefällt
2001 „Baumstark“ Einzelausstellung im Foyer
der Kulturgemeinschaft Stuttgart
2004 „Irren in der Holzbrezel“ Labyrinth Land Art Projekt , Stuttgart
2006 „Wald-Wellness-Oase“ Feuerholzskulpturen auf der Landesgartenschau Heidenheim
2007 „Feuer und Wasser“ Kunst am Bau, 4 Holzstelen für die Sparkasse Ludwigsburg
2007 Baum-Spiel-Raum II (Permanentskulptur) „Kugel-Eiche“ chirurgischer Kunst-Ein-Griff
 am lebenden Baum
2009 „floating sculptures“ Ausstellung im Film- und Medienzentrum Ludwigsburg
2011 Lange Nacht der Museen Stuttgart
„Ahoi Hafenrundfahrt“
„Branding“ Brandzeichen aus elementarem Feuer
2012 Baum-Spiel-Raum III Drei Baumstämme auseinander- und zusammengefaltet
2012 Grenzen_aus_Loten II Eiskalt das Lot fällen Monumentales Holzlot vereist
2012 Rappaport pur – Holz im Glück Galerie zwischenKunst Stuttgart
2009 – 2016 Global Raft –
melting sculptures
Project Iceland

Rappaports Kunst

Für Rappaport liegt der Reiz seiner Arbeit im Ausloten des Materials – und in der Interaktion mit Menschen:
Wie reagiert das Holz, wie das Wasser, wie das Holz im Wasser? Durch die Interaktion mit den Menschen verändert sich seine Kunst. Während des Tuns – und oft noch Jahre danach.

Rappaport geht es um Sinn, weniger um Machbarkeit. Und doch wird immer wieder Unwahrscheinliches Realität, weil er Machbarkeit zu organisieren weiß.
So wollte Rappaport 2000 nicht hinnehmen, dass eine 300 Jahre alte Eiche aus Gründen der Wegesicherung gefällt werden sollte. Seine Lösung: Er sägte in den knorrigen, alten Stamm ein Kettenglied und legte die tonnenschwere Krone des Riesen sanft zur Seite.
Das Projekt war nur mit spektakulärem Aufwand zu bewerkstelligen. Es gelang Rappaport, ein Team von Fachleuten, Handwerkern und Unterstützern zu gewinnen.

Nächstes Eichen-Projekt war 2007 die „Kugel-Eiche“ – ein „chirurgischer“ Kunsteingriff am lebenden, verwurzelten Baum. Im Stammkern legte Rappaport eine Kugel frei, die sich durch drei handbreite Schlitze greifen lässt. Der Baum lebt weiter und die „Arbeitsfenster“ schließen sich  – was bleibt, sind drei Narben und eine Idee.

Seit 2012 hat Rappaport das „Holzfalten“ für sich entdeckt: kompakte Stämme werden in teilweise komplexen Abfolgen eingesägt und dann kunstvoll miteinander verschränkt.

Dieter Soldan

Lebenslauf

1957 geboren in Zürich, Schweiz
  Abitur am Kunstgymnasium
  Lehre als Holzbildhauer
  Ausbildung zum Heilpädagogen
  Studium an der Freien Hochschule Stuttgart
  Lehrer für Kunst und Handwerk
  Dozent in der Erwachsenenbildung
  Eigenes Atelier im Wildpark Stuttgart
seit 1999 Freie Kunstprojekte, Land Art / Social Sculptures
seit 2008 seit 2008 Freischaffender Künstler, lebt und arbeitet in Stuttgart