Stationen: Global Raft 2016

1. Etappe:
Stuttgart – Rotterdam. In Rotterdam wird das Floß abgeholt

2. Etappe:
Rotterdam – Hamburg – Flensburg – Hirtshals (Dänemark)

3. Etappe:
Von Hirthals mit der Fähre über den Skagerak, mit Zwischenstation auf den Färöer-Insel nach Seydisfjördur im Nordosten Islands. Rappaport fährt die Haupt-Ringstraße rund um die Insel.

4. Etappe:
Von Seydisfjördur geht es nach Vopnafjordhur in den Norden, wo Treibholz aus Sibirien angeschwemmt wird. Hier wird das Floß mit sibirischem Holz repariert.

5. Etappe:
Von Vopnafjordhur geht es weiter über die Ringstraße bis in den äußersten Westen nach Reykjavik.

6. Etappe:
Von Reykjavik geht es nach Südosten zur Gletscherlagune Jökulsárlón, wo die einwöchige 
Aktion stattfinden soll: Ein Pendant des Holzfloßes wird aus Eis gesägt und – mit hunderten kleiner Eisflöße (Multiples) dem Meer übergeben.

vorläufig letzte Station

Island – das Tor zur Arktis

Eigentlich sollte die KugelFloß-Reise in der Arktis enden. In Grönland. Hier wollte Rappaport aus Gletschereis das Pendant zum KugelFloß aus Holz sägen. Doch 
es kam anders. Während Grönland sich sperrte, hieß Island den Künstler willkommen:

Die Isländer sind neugierig, experimentierfreudig, begeisterungsfähig, ihre Verbundenheit mit den Elementen dieselbe wie die Rappaports. Der Transport des 
KugelFloßes dorthin ist finanzierbar, die Reise vergleichsweise unkompliziert. 
Das Tor zur Arktis steht offen. Island also. Diese größte Vulkaninsel 
der Welt, erdgeschichtlich noch jung, gelegen auf der Nahtstelle von eurasischer und nordamerikanischer Erdplatte. Weil sie auseinander driften, gelangt immer wieder glühend heißes Magma an die Erdoberfläche. So spuckte ausgerechnet während Rappaports Aufenthalt im Spätsommer 2014 der größte Vulkan der Insel, der Bárð-arbunga, Feuer und Asche. 
Sein Krater reicht bis hinab in den größten Gletscher Islands, den Vatnajökull. Seither lassen Feuer und Eis Rappaport nicht mehr los. Es sind die Elemente, mit denen er arbeitet. Wald gibt es kaum, Holz aber ausreichend: Große Mengen Schwemmholz aus Sibirien stranden an Islands Küsten.

Und überall Quellen – von sehr heiß bis angenehm warm. Die Isländer nutzen sie gern für ein rasches Bad zwischendurch. Schwarze Lavastrände kontrastieren mit strahlend weißen Gletschern. Aus 190 
Metern Höhe stürzt sich der höchste 
Wasserfall der Insel, der Glymur, in die 
Tiefe. Alle vier Jahreszeiten an einem Tag.

Island – ein Land der Extreme. Wie geschaffen für die Kunst von Thomas Rappaport.

Die Reise bisher

Waldatelier_Kugelfloss_RappaportVom Entstehungsort im Stuttgarter Waldatelier wurde das KugelFloß 2009 auf einem 80 Meter langen Binnenschiff über Neckar und Rhein in den Skulpturenpark Köln Stammheim transportiert. Direkt am Rhein machte  das Projekt für zwei Jahre (2010 bis 2012) Station.

Die Reise bisher - VerladungDer eigentlich direkt auf dem Wasser geplante Transport widersprach leider den geltenden Wasserverkehrsregeln… Die ersten Schleusenwärterstreiks in der deutschen Geschichte stoppten dann zunächst die Weiterfahrt flussabwärts.